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Minecraft 26.3: Die AZERTY-Tastatur wird endlich korrekt unterstützt, der Leitfaden zu den neuen PC-Einstellungen
Kurz gefasst
Minecraft 26.3 revolutioniert die Tastaturverwaltung durch den Wechsel von GLFW zu SDL3 und schließt damit endlich zwei altbekannte Bugs, die AZERTY seit 2018 zum Albtraum gemacht haben. Die französische Tastatur funktioniert nun nativ, die Maus erhält 48 zuweisbare Tasten, und die PC-Einstellungen werden von Grund auf neu organisiert: randloser Vollbildmodus standardmäßig, Alt + F4 deaktiviert, überarbeitetes Weltmenü.
Seit dem Snapshot 4 vom 16. Juli beruht Minecraft Java nicht mehr auf demselben technischen Fundament: SDL3 hat GLFW für die Fensterverwaltung, die Tastatur- und Mauseingaben sowie die Systemintegration ersetzt. Der Snapshot 7, veröffentlicht am 4. August, hat die Arbeit auf Tastaturseite abgeschlossen und zwanzig zusätzliche Tastencodes hinzugefügt. Für einen französischen Spieler ist das kein technisches Detail: Zwei Fehlerberichte zu Nicht-QWERTY-Tastaturbelegungen, die seit der Zeit von 1.13 offen waren, wurden nun endlich geschlossen.
Das Prinzip ist einfach. Eure Tastenkombinationen werden nicht mehr anhand des Zeichens gespeichert, das eure Tastaturbelegung erzeugt, sondern anhand der physischen Position der Taste auf der Tastatur. Der Wechsel von AZERTY zu QWERTY verschiebt eure Bewegungsbefehle also nicht mehr. Parallel dazu ist die Option „Raw Input“ verschwunden, der randlose Vollbildmodus ist zum Standardmodus geworden, Alt + F4 schließt das Spiel nicht mehr ohne ausdrückliche Bestätigung, und die Schaltfläche „Im lokalen Netzwerk öffnen“ hat einem überarbeiteten Bildschirm „Weltoptionen“ Platz gemacht.
Hier ist die Bestandsaufnahme dessen, was sich in euren PC-Einstellungen seit der Version 26.2, erschienen am 16. Juni 2026, geändert hat, und was ihr jetzt sofort überprüfen solltet.
SDL3 statt GLFW: Was sich wirklich ändert
Mojang fasst den Wechsel in einem Satz zusammen: Die Tastatur verwendet nun SDL-Scancodes für physische Positionen und SDL-Keycodes für die von der Tastaturbelegung abhängigen Textbearbeitungs-Tastenkombinationen. Diese Unterscheidung ist der Schlüssel zu allem Weiteren.
- Die Spielbefehle (Vorwärtsgehen, Springen, Inventar, Chat…) sind an eine physische Position gebunden. Die Taste „Vorwärts“ bleibt auf demselben Tastaturfeld, egal ob Windows auf Französisch, Englisch oder Deutsch eingestellt ist.
- Die Eingabe-Tastenkombinationen (alles auswählen, kopieren, einfügen im Chat, auf einem Schild oder in einem Befehlsblock) richten sich hingegen nach eurer Tastaturbelegung. Bei AZERTY entspricht Strg + A tatsächlich der mit A markierten Taste und nicht mehr der Position des amerikanischen Q.
Dieser zweite Punkt schließt den Bericht MC-121278, der genau dieses Symptom beschrieb: Tastenkombinationen, die der amerikanischen Tastaturbelegung folgten, selbst wenn der Nutzer eine andere verwendete. Der Bericht MC-133407, der verschobene Zuweisungen beim Übergang zu 1.13 für alle meldete, die nicht auf QWERTY spielten, fällt in denselben Snapshot. Zwei historische Ärgernisse der französischsprachigen Community. Wer zwischen zwei Tastaturbelegungen wechselt — viele Spieler stellen für bestimmte Spiele auf QWERTY um und kehren zum Schreiben zu AZERTY zurück —, dessen Zuweisungen werden von Minecraft nicht mehr heimlich umgeschrieben.
Zwanzig neue zuweisbare Tasten, im französischen Client auf Englisch angezeigt
Der Snapshot 7 fügt zwanzig Tastencodes hinzu, die die Engine bisher nicht benennen konnte und die aus dem SDL-Scancode-Satz stammen: Again, Menu, Copy, Cut, Find, Help, New, Paste, Save, Stop, Undo, Play/Pause, Mute, Volume Down, Volume Up sowie fünf Tasten des Nummernblocks (Komma, Punkt, Klammern und Plus-Minus-Zeichen). Die Multimedia-Tasten einer Desktop-Tastatur werden damit zuweisbar, und die Menü-Taste, die bisher in ihrer Rohform key.keyboard.101 angezeigt wurde, trägt endlich einen Namen.

Zwei Präzisierungen sind für das französischsprachige Publikum wichtig. Zunächst: Diese zwanzig Bezeichnungen sind noch nicht in der französischen Sprachdatei enthalten, die mit Snapshot 7 ausgeliefert wird: Der FR-Client greift auf Englisch zurück und zeigt daher im Zuordnungsmenü unverändert „Copy“, „Paste“ oder „Volume Up“ an. Außerdem variieren die Bezeichnungen für Alt und die Windows-Taste nun je nach Betriebssystem. Im Englischen wurden aus „Left Win“ und „Right Win“ nun „Left Meta“; die französische Datei zeigt hingegen weiterhin „Win gauche“ und „Win droite“ sowie „Alt“ und „Alt Gr“ an.
Maus: „Raw Input“ verschwindet, 48 Tasten werden unterstützt
Die Option „Raw Input“ wurde schlicht und einfach aus den Mauseinstellungen entfernt. Dabei handelt es sich nicht um eine Regression: Der relative Modus ist während des Spiels nun dauerhaft aktiv, was dem Verhalten entspricht, das man bisher mit aktivierter Option erhielt. Wer zu den wenigen gehörte, die die Option deaktivierten, um ein Treiber- oder Aufnahmesoftware-Problem zu umgehen, sollte seine Konfiguration erneut testen: Die Einstellung existiert nicht mehr.
Umgekehrt steigt die Zahl der zuweisbaren Maustasten von 8 auf 48. Besitzer von MMO-Mäusen mit seitlichem Tastenfeld können endlich sämtliche Tasten nutzen. Das Änderungsprotokoll von Snapshot 4 weist allerdings darauf hin, dass dieser Zugewinn in der Praxis nur macOS und Linux betreffen dürfte.
Vollbild: randlos wird zum Standard
Randloser Vollbildmodus ist nun der Standardmodus, und vor allem erfordert der Wechsel zwischen randlosem und exklusivem Vollbild keinen Neustart des Spiels mehr. Das Menü gliedert sich in drei Einträge – „Vollbild“, „Exklusiver Vollbildmodus“ und „Vollbildauflösung“ –, ergänzt durch einen „Exklusiven Vollbildmodus“.
Die französischen Tooltips machen die Abwägung klar deutlich: Bei deaktiviertem Exklusivmodus funktionieren alle Eingabemethoden, aber die adaptive Synchronisierung – G-Sync bei Nvidia, FreeSync bei AMD – bleibt wirkungslos; bei aktiviertem Exklusivmodus funktioniert die adaptive Synchronisierung, aber bestimmte Eingabemethoden können ausfallen. Die Wahl läuft also auf Folgendes hinaus:
- Bildschirm mit variabler Bildwiederholrate und maximal angestrebte Flüssigkeit: „Exklusiver Vollbildmodus“ aktivieren.
- Häufiges Alt-Tab, OBS-Aufnahme oder Eingabe über eine IME (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch): beim randlosen Modus bleiben.
- Unter macOS: Diese Frage stellt sich nicht mehr, da der exklusive Vollbildmodus dort nicht mehr unterstützt wird.
Die Mindestgröße des Fensters ist zudem auf 320 × 240 Pixel festgelegt.
Linux und macOS: natives Wayland und Akzente über die Tastatur
Unter Linux erkennt das Spiel Wayland und bevorzugt es, wenn verfügbar, anstatt systematisch über die X11-Kompatibilitätsschicht zu laufen. Vorsicht beim Testen älterer Snapshots: Der Wechsel in den exklusiven Vollbildmodus unter Wayland ließ das Spiel in Snapshot 4 abstürzen. Die Korrektur kam mit Snapshot 5 vom 21. Juli, man sollte also mindestens diese Version nutzen.
Unter macOS zeigt das Gedrückthalten einer Taste während der Eingabe das native Akzentmenü des Systems an: „é“ oder „ç“ auf ein Schild zu schreiben, erfordert keine Verrenkungen mehr.
Alt + F4 beendet das Spiel nicht mehr standardmäßig
Snapshot 6, veröffentlicht am 28. Juli, führte eine Option namens „Tastenkombinationen zum Beenden“ ein, die im Bereich Steuerung untergebracht ist. Sie legt fest, ob eine Tastenkombination das Spiel schließen kann: Alt + F4 unter Windows und Linux, Cmd + Q und Cmd + W unter macOS. Laut Änderungsprotokoll ist sie standardmäßig deaktiviert: Im aktuellen Stand der Snapshots schließen diese Tastenkombinationen das Fenster also nicht mehr, solange man sie nicht wieder zulässt.
Das ist eine ausgezeichnete Neuigkeit im Hardcore-Modus, wo ein versehentliches Alt + F4 statt eines Alt + Tab manchmal eine ganze Partie kostet. Es ist jedoch die erste Einstellung, die man wieder aktivieren sollte, wenn man gewohnt ist, das Spiel über die Tastatur zu schließen.
„Für LAN öffnen“ durch „Weltoptionen“ ersetzt
Ebenfalls in Snapshot 6 hat die Schaltfläche „Weltoptionen“ den Platz der Schaltfläche „Für LAN öffnen“ im Pausenmenü eingenommen. Der Bildschirm ist in zwei Abschnitte unterteilt. „Allgemein“ übernimmt die bestehenden Einstellungen – Spielmodus, Schwierigkeitsgrad, Befehle. „Mehrspieler“ fasst die Mehrspieler-Reichweite der Welt (das eigentliche LAN), den für das Öffnen verwendeten Port und einen neuen „Befehlszugriff“ zusammen, der bestimmt, ob Spieler, die eurer Partie beitreten, Befehle verwenden können.
Diese letzte Einstellung behebt ein wiederkehrendes Problem bei Partien mit Freunden: Bisher bedeutete das Erlauben von Befehlen, sie für alle zu öffnen. Das Spiel verweigert die Änderung in zwei Fällen, die durch explizite Tooltips angezeigt werden: wenn Befehle in der Welt verboten sind und wenn die Mehrspieler-Reichweite deaktiviert ist. Die Konsequenz für Befehls-Kenner: /publish hat sein Spielmodus-Argument verloren. Man muss nun den Standardmodus mit /defaultgamemode oder über die entsprechende Schaltfläche in „Weltoptionen“ festlegen und /gamemode für individuelle Änderungen reservieren.
Debugging und Transparenz: zwei Bonusfunktionen für Tüftler
Der Debug-Bildschirm erhält seine eigene Interface-Skalierung, unabhängig von der des Spiels, einstellbar über F3 + F6. Außerdem zeigt er die Bildwiederholrate des Bildschirms sowie einen neuen Eintrag player_speed an, der die Geschwindigkeit des Spielers in Blöcken pro Tick angibt – praktisch, um einen Trank der Schnelligkeit, ein Pferd oder Elytren zu vergleichen, ohne auf eine Mod zurückzugreifen.
Auf der Rendering-Seite wurde die Option „Verbesserte Transparenz“ um einen reihenfolgeunabhängigen Transparenzalgorithmus herum neu aufgebaut, den der französische Tooltip als einen Ansatz beschreibt, der Darstellungsfehler vermeidet, wenn man durch mehrere Schichten durchscheinender Objekte blickt. Sie bleibt experimentell und ressourcenintensiv, und die Snapshots 4 bis 7 brachten eine ganze Reihe von Korrekturen dazu. Der Debug-Shortcut „Verbesserte Transparenz umschalten“ erlaubt es, sie im laufenden Betrieb abzuschalten, um ihre tatsächlichen Kosten zu messen.
Die Checkliste vor dem Release von 26.3
- Erstellt ein eigenes Launcher-Profil für die Snapshots, mit einem separaten Spielordner: Eure Optionen und Welten aus 26.2 bleiben unangetastet.
- Sichert eure Datei
options.txt, bevor ihr eine Snapshot startet: Dort befinden sich eure Tastenbelegungen. - Geht den gesamten Bildschirm „Tastenbelegung“ noch einmal durch, besonders wenn ihr exotische Tasten verwendet (Nummernblock, Multimedia-Tasten).
- Testet die Maus erneut, falls ihr „Raw Input“ deaktiviert hattet, und belegt die seitlichen Tasten neu, falls ihr mehr als acht davon hattet.
- Wählt euren Vollbildmodus je nachdem, ob ihr adaptive Synchronisation verwendet oder nicht.
- Aktiviert „Tastenkombinationen zum Beenden“ wieder, falls Alt + F4 zu euren Reflexen gehört.
Mojang hat noch kein Datum für 26.3 angekündigt: Snapshot 7 vom 4. August bleibt die zuletzt veröffentlichte Version, und nichts deutet bisher auf den Übergang zur Vorabversion hin. Das ist genau das richtige Zeitfenster zum Testen: Eine Änderung bei den Eingaben sieht man nicht auf einem Screenshot, man spürt sie schon in der ersten Partie, und die während der Snapshot-Phase eröffneten Fehlerberichte sind diejenigen, die noch eine Chance haben, vor der Veröffentlichung bearbeitet zu werden. Wenn sich eure Tastatur, eure Maus oder euer Linux-Compositor merkwürdig verhält, ist jetzt der Moment, es zu melden.
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Ihr spielt mit AZERTY und dieser Fix rettet euch einen Teil des Wochenendes?
Häufige Fragen
Muss ich nach dem Update auf 26.3 alle meine Tasten neu zuweisen?
Warum zeigen die neuen Tasten „Copy“ und „Paste“ statt „Kopieren“ und „Einfügen“ an?
Ich muss Alt + F4 verwenden, um das Spiel zu beenden – wie aktiviere ich diese Tastenkombination wieder?
Ich nehme meine Partie mit OBS auf – muss ich im randlosen Vollbildmodus bleiben oder kann ich in den exklusiven Modus wechseln?
Funktioniert Wayland unter Linux jetzt korrekt?
Das Wichtigste
- AZERTY wird nicht mehr nach Zeichen, sondern nach physischer Position gespeichert – eure Tastenbelegungen bleiben am selben Ort, wenn ihr das Layout wechselt
- Zwanzig neue zuweisbare Tasten kommen hinzu, darunter Multimedia- und Nummernblock-Tasten, sie werden auf dem französischen Client jedoch auf Englisch angezeigt
- Die Option „Raw Input“ verschwindet, da der relative Modus im Spiel dauerhaft aktiv ist – ein klarer Gewinn für MMO-Mäuse, die nun Zugriff auf 48 Tasten haben
- Randloser Vollbildmodus wird zum Standard mit Umschaltung ohne Neustart, exklusiver Vollbildmodus bleibt die Option für G-Sync und FreeSync
- Alt + F4 schließt das Spiel nicht mehr ohne ausdrückliche Erlaubnis, und „Im lokalen Netzwerk öffnen“ weicht einem detaillierteren Menü „Weltoptionen“
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