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Rust: Der Upkeep hoher Außenmauern nach Power Trip — 20 % pro Tag, was euer Compound wirklich kostet
Kurz gefasst
Seit Power Trip vom 6. August 2026 kosten euch die Außenwände eures Compounds jeden Tag 20 % ihres Baupreises über die Werkzeugkiste. Ein kleiner Solo-Perimeter verschlingt rund 3.800 Steine täglich, ein großes Clan-Compound kann bis zu 12.500 Steine erreichen — Zahlen, die schnell explodieren und die man einplanen muss, bevor man die erste Wand setzt.
Seit dem Update Power Trip vom 6. August 2026 ist euer Compound nicht mehr kostenlos. Die Hohen Außenmauern (High External Walls) und die Großen Außentore belasten jetzt die Instandhaltungsrechnung des Werkzeugschranks (Tool Cupboard), mit einem festen Satz von 20 % ihrer Baukosten, jeden Tag.
Umgerechnet in Ressourcen: Ein Perimeter aus zwanzig Mauern und zwei Toren verschlingt pro Tag ungefähr so viel Stein wie eine komplette kleine Steinbasis. Fünf Tage nach dem erzwungenen Wipe vom 6. August erreichen die in der Donnerstags-Euphorie hochgezogenen Compounds das Ende ihrer ersten Schrankfüllung, und die Rechnung wird diese Woche fällig.
Im Folgenden die Berechnung Stück für Stück, was das bei realen Perimetern bedeutet, und die Abwägungen, die zu treffen sind — bevor ihr die nächste Mauer setzt, denn eine einmal gesetzte hohe Mauer lässt sich nicht wieder einsammeln.
Was Facepunch genau geändert hat
Der offizielle Devblog ist bei der Absicht eindeutig: Seit jeher sperren Spieler große Kartenbereiche ab, indem sie Deployables spammen — Pfeiler, Werkzeugschränke, hohe Mauern. Facepunch hat sich also entschieden, den Perimeter zu bepreisen. Hohe Mauern erhalten einen festen Instandhaltungskosten von 20 %, ein Wert, der bewusst in die Mitte der Spanne gelegt wurde, die für Baublöcke gilt und von 10 % für eine kleine Basis bis 33 % für eine sehr große reicht.
Die Nuance zählt: Eure Basis zahlt einen Prozentsatz, der mit der Anzahl der Blöcke steigt. Eure hohen Mauern hingegen zahlen 20 %, unabhängig von der Größe der daneben stehenden Konstruktion. Ein Solospieler mit einer 2×2 und dreißig Mauern drumherum zahlt also für seinen Perimeter das Doppelte des Satzes, der für seine Basis gilt.
Bisher kostete eine im Radius eines Werkzeugschranks aufgestellte hohe Mauer überhaupt nichts und verfiel nicht: Die Item-Datenblätter von Corrosion Hour dokumentierten das noch vor kurzem so. Genau diese Kostenlosigkeit verschwindet nun.
Facepunch führt zwei angestrebte Effekte an. Zum einen sollen externe Werkzeugschränke lästig werden, also jene TCs, die abseits nur aufgestellt werden, um einen Perimeter zu legitimieren: Sie müssen jetzt gefüllt werden, und zwar oft. Zum anderen soll die Karte bereinigt werden, da ein Compound, dessen Besitzer geraidet wurden, nicht mehr versorgt wird und schließlich von selbst fällt.
Auf Community-Servern ist der Wert über einen Admin-Befehl steuerbar, decay.high_wall_upkeep, standardmäßig auf 0.2 gesetzt. Wenn ihr nicht auf offiziellen Servern spielt, ist die Frage an das Staff-Team simpel: Wie hoch steht diese Variable bei euch?
Die Berechnung: Was jedes Bauteil pro Tag kostet
Die 20 % gelten für die Baukosten. Hier die offiziellen Rezepte, entnommen aus den deutschen Datenblättern, die aus den Spieldateien extrahiert wurden:
- Hohe Außenmauer aus Holz: 4.000 Holz für 3 Mauern, also etwa 1.333 Holz pro Mauer (Werkbank Stufe 1).
- Hohe Außenmauer aus Stein: 4.000 Stein + 1 Blech für 3 Mauern, also etwa 1.333 Stein pro Mauer (Werkbank Stufe 2).
- Großes Außentor aus Holz: 3.000 Holz + 2 Zahnräder für ein Tor.
- Großes Außentor aus Stein: 3.000 Stein + 5 Zahnräder für ein Tor.
| Element | Baukosten (pro Einheit) | Instandhaltung pro Tag bei 20 % |
|---|---|---|
| Hohe Außenmauer aus Holz | ≈ 1.333 Holz | ≈ 267 Holz |
| Hohe Außenmauer aus Stein | ≈ 1.333 Stein | ≈ 267 Stein |
| Großes Außentor aus Holz | 3.000 Holz | 600 Holz |
| Großes Außentor aus Stein | 3.000 Stein | 600 Stein |
Eine ehrliche Klarstellung zu diesen Zahlen: Facepunch gibt die Rate bekannt, nicht die Tabelle. Die oben genannten Werte sind die direkte Umrechnung der offiziellen Baukosten. Sie decken sich mit den vorab von Corrosion Hour durchgeführten Messungen, die den Zubau einer Mauer und dann eines Tores an einem 2×2-Testobjekt gemessen hatten: 134 Einheiten pro Mauer und 300 pro Tor, also genau die 10-%-Stufe. Da die Rate auf 20 % festgesetzt wurde, verdoppeln sich diese Messwerte.
Zwei praktische Erkenntnisse aus denselben Messungen: Der Unterhalt wird ausschließlich aus der Hauptressource entnommen — Holz oder Steine — und nicht in Zahnrädern oder Blech, die nur zur Herstellung dienen. Und die Größenordnung sollte man sich klar vor Augen führen: Eine hohe Steinmauer kostet Sie jeden Tag fast den Baupreis einer neuen Steinmauer (300 Steine). Jeden Tag.

Was das für einen realen Perimeter bedeutet
Zählen Sie Ihre Mauern, multiplizieren Sie und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem, was Sie tatsächlich in einer Session farmen:
- Kleiner Solo-Compound, 12 Mauern und 1 Tor: etwa 3.800 Steine pro Tag.
- Duo- oder Trio-Compound, 24 Mauern und 2 Tore: etwa 7.600 Steine pro Tag.
- Großer Clan-Perimeter, 40 Mauern und 3 Tore: etwa 12.500 Steine pro Tag.
Und diese Beträge kommen zusätzlich zum Unterhalt der Basis selbst hinzu, dessen Prozentsatz mit der Anzahl der Blöcke bereits ansteigt. Bei einem großen Compound kann der Perimeter teurer sein als das Gebäude, das er schützt — genau das ist der beabsichtigte Effekt.
Auswirkung auf Ihre Routine: Der Tool Cupboard verbraucht kontinuierlich, er rechnet nicht auf einmal um Mitternacht ab. Der darin zu hinterlegende Vorrat muss also Ihre Offline-Zeit abdecken, nicht Ihre Spielzeit. Ein Spieler, der sich drei Stunden am Tag einloggt, muss vierundzwanzig Stunden Deckung einplanen, nicht drei.
Externe Tool Cupboards sind kein kostenloser Trick mehr
Der klassische Reflex bestand darin, einen zweiten Tool Cupboard abseits aufzustellen, um einen großen Perimeter abzudecken, ohne den Haupt-TC anzurühren. Facepunch nimmt diese Praxis ausdrücklich ins Visier: Mehr Tool Cupboards halbieren die Rechnung nicht, sondern vervielfachen vor allem die Anzahl der Versorgungspunkte, die manuell befüllt werden müssen.
Die Alternative — Mauern außerhalb des Radius eines Tool Cupboards zu bauen — funktioniert ebenso wenig. Ohne Abdeckung beginnt eine hohe Mauer nach 8 Stunden im Freien zu verfallen und verliert dabei 500 Trefferpunkte. Sie zahlen dann nichts mehr, behalten aber Ihre Mauer auch nicht.
Holz oder Stein: Bei gleichem Unterhalt das wahre Kriterium
Beide Versionen haben dieselben Baukosten und somit exakt denselben täglichen Unterhalt. Die Wahl entscheidet sich nicht an der Rechnung, sondern an drei Punkten:
- Das Feuer. Holz brennt, Stein nicht. Bei einem Compound, der den gesamten Wipe überstehen soll, bleibt Stein der Standard.
- Der Zugang zum Bauplan. Die hohe Holzmauer wird für 60 Schrott am Forschungstisch erlernt und lässt sich bereits an der Werkbank Stufe 1 herstellen; die Steinversion erfordert 120 Schrott und die Werkbank Stufe 2, dazu ein Blech pro Dreierlos.
- Die Reparatur. Eine fast zerstörte Mauer mit dem Hammer wieder instand zu setzen, kostet in der Holzversion bis zu 2.000 Holz und in der Steinversion 1.998 Steine sowie 102 Metallfragmente.
Die hohe Holzwand behält also eine echte Rolle: den provisorischen Umkreis der ersten achtundvierzig Stunden, den man bereit ist zu verlieren. Darüber hinaus kostet sie denselben Unterhalt wie eine Wand, die eben nicht in Rauch aufgeht.
Fünf Reflexe, um den Schrank nicht umsonst zu leeren
- Zählt, bevor ihr baut. Jede aus dem Plan entfernte Wand spart etwa 267 Einheiten pro Tag, über die gesamte Dauer des Wipes.
- Zieht den Umkreis enger. Ein Compound, der eng an den Mauern der Basis klebt, kostet halb so viel wie ein Compound, das den ganzen Hügel umschließt. Die „für alle Fälle“ aufgestellte Blockademauer zahlt sich jetzt jeden Tag negativ aus.
- Wisst, dass eine hohe Wand nicht abgebaut werden kann. Der Hammer erlaubt den Abriss nur innerhalb der zehn Minuten nach dem Aufstellen, mit der Erlaubnis des Schranks. Nach Ablauf dieser Zeit braucht es Sprengstoff oder die schlichte Aufgabe. Der Fehler zahlt sich also im Unterhalt aus, bis zum Ende des Monats.
- Trennt eure Lagerbestände. Die Steine des Schranks sind nicht dieselben wie die der Werkbank. Legt bei einem Steincompound eine eigene Kiste für die Versorgung des TC an und greift nicht darauf zurück, um zu craften.
- Prüft die Variable auf eurem Server. In Community-Servern kann
decay.high_wall_upkeepgesenkt oder sogar auf null gesetzt worden sein: Dann ändern sich alle Berechnungen dieses Artikels grundlegend.
Der andere Budgetposten des Compounds: der Auto-Turret für 25 hochwertiges Metall
Dasselbe Update hat die Kosten des Auto-Turrets erhöht, das von 10 auf 25 hochwertiges Metall steigt, wozu weiterhin ein Targeting Computer und eine CCTV-Kamera hinzukommen. Ein von vier Turrets verteidigtes Compound verlangt somit 100 hochwertiges Metall, gegenüber 40 vor dem 6. August.
Die Abwägung ist eindeutig: ein kürzerer Umkreis und zwei gut platzierte Turrets kosten deutlich weniger, sowohl im Unterhalt als auch an hochwertigem Metall, als ein großer, schlecht abgedeckter Umkreis. Das ausufernde Compound mit fünfunddreißig Wänden und nur einem Turret am Eingang ist seit Donnerstag das schlechteste Kosten-Schutz-Verhältnis des Spiels.
Was sich diese Woche auf der Karte ändern wird
Der nächste sichtbare Effekt findet nicht in eurem Schrank statt, sondern auf der Karte. Die Compounds, deren Besitzer am Donnerstag oder Freitag geraidet wurden, werden nicht mehr versorgt: Ihre Wände werden verfallen und nach und nach die Zugänge und Bauplätze freigeben, die sie blockiert haben. Auch die alten Blockademauern, die quer über eine Straße oder gegen ein Monument gesetzt wurden, stehen unter einem Countdown.
Zwei Dinge sind also bis zum Ende der Woche zu tun. Geht die verwaisten Umkreise in eurem Gebiet noch einmal durch, um die frei werdenden Basisplätze zu übernehmen. Und vor allem: Holt bei euch selbst den Hammer wieder heraus, um wirklich zu zählen, welche Wände ihr unterhaltet: Bei den meisten Compounds, die letzten Donnerstag hastig zusammengebaut wurden, schützt ein Drittel davon gar nichts.
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Angesichts dieser neuen Instandhaltungskosten, was wird eure Strategie sein?
Häufige Fragen
Wie viel kostet eine hohe Steinwand genau pro Tag?
Können externe Werkzeugkisten die Instandhaltungskosten aufteilen?
Kann ich eine falsch platzierte hohe Wand entfernen?
Holz oder Stein für den Perimeter, was wählen?
Wie lagert man genug Ressourcen, damit die Werkzeugkiste 24 Stunden durchhält?
Das Wichtigste
- Hohe Wände und Außentore kosten jetzt 20 % ihres Baupreises pro Tag, ohne Ausnahme bei der Größe
- Eine Steinwand kostet euch etwa 267 Steine pro Tag, ein Tor 600 — multipliziert mit eurem gesamten Perimeter
- Externe Werkzeugkisten sind nicht mehr kostenlos: Mehr davon aufzustellen teilt die Rechnung nicht auf, sondern schafft nur mehr Punkte, die manuell befüllt werden müssen
- Eine gesetzte hohe Wand kann nur in den ersten 10 Minuten entfernt werden; danach bleiben nur noch Sprengstoffe als Option
- Holz und Stein kosten in der Instandhaltung gleich viel; die eigentliche Wahl entscheidet sich bei Feuerresistenz und Zugang zu den Blaupausen
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