Test: The Relic: First Guardian – Potenzial vorhanden, aber laut IGN zu viele Patzer
6.0
Credit: Perp Games

Test: The Relic: First Guardian – Potenzial vorhanden, aber laut IGN zu viele Patzer

Alexandre Alexandre Jollier
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Kurz gefasst

The Relic: First Guardian bietet eine großzügige Erkundung und ein vielfältiges Waffensystem, das von Soulslikes inspiriert ist, doch IGN bemängelt eine technische Umsetzung, die den eigenen Ambitionen nicht gerecht wird: instabile Framerate bei Bosskämpfen, blockierende Animationen und ungenaue Hitboxen. Das Urteil: 6/10 für ein sympathisches Action-RPG, das jedoch durch seine Umsetzungsschwächen ausgebremst wird.

The Relic: First Guardian, entwickelt von Project Cloud Games, schickt euren Charakter - den Ersten Gardisten - nach Arsilthus, eine Dark-Fantasy-Welt, die seit dem Zerbrechen der Großen Relikte vom Nichts zerfressen wird. An der Oberfläche wirkt das wie ein Soulslike: Lagerfeuer in Form von Stelen, fordernde Kämpfe, kryptische Erzählweise schon ab der ersten Zwischensequenz. Doch die Formel driftet schnell in Richtung eines klassischeren Action-RPGs ab - nicht bestrafender Tod, Gegner, die an den Stelen nicht respawnen, Ausdauer, die nur durch Ausweichen und Parieren verbraucht wird (nicht durch Angriffe). Das Ganze ist nervöser, zugänglicher, mit sechs Talentbäumen, die jeweils zu einer Waffenfamilie gehören, und einem Fortschrittssystem, das auf Erkundung statt auf XP-Grind basiert.

Was laut IGN wirklich gut funktioniert

Die Erkundung scheint das wahre Rückgrat des Spiels zu sein. Die Karten öffnen sich nach und nach, sind in logische und stimmige Zonen unterteilt, und jeder Umweg wird belohnt - eine einzigartige Waffe, ein Schmiedematerial, ein wertvolles Relikt für die Skilltrees. Man hat nie das Gefühl künstlicher Füllung, was in diesem Segment selten ist. Project Cloud Games hat eindeutig darauf gesetzt, und es zahlt sich aus.

Auch das Waffensystem verdient laut dem Journalisten Lob. Vom Kurzschwert mit Schild zur Zweihandaxt zu wechseln, ist fast wie ein anderes Spiel: unterschiedliche Physik, Trägheit, Timing, eigene Fähigkeiten für jede Waffenfamilie. Jedes gefundene Ausrüstungsteil ist einzigartig - kein zufälliges Loot in Massen, sondern durchdachte Gegenstände. Und die Atmosphäre reagiert auf eure Siege: Besiegt man einen Boss, löst sich das Gewitter über der Zone auf. Kleines Detail, große Wirkung.

Was hakt - und zwar ernsthaft

Die Bosskämpfe bündeln sämtliche Schwächen auf einmal. Lange Animationen fixieren euren Charakter mehrere Sekunden ohne Abbruchmöglichkeit, die Hitboxen wirken ungenau, die Kamera dreht in überfüllten Arenen durch. Und genau in solchen Momenten bricht die Framerate auf der PS5 ein - weit entfernt von stabilen 60 fps, oft um die 30 fps in effektlastigen Bereichen. Ernan, der Hungrige Fürst, verkörpert dieses Problem ganz allein: ein visuell beeindruckender Boss, aber ein unleserlicher Kampf wegen der Effektüberladung und der Performance-Einbrüche. Der Journalist gesteht, öfter an der Technik als an der eigentlichen Schwierigkeit gescheitert zu sein - und das ist, da wird man ihm zustimmen, die schlimmste Frustration in einem Spiel, das Präzision und Timing verlangt.

Auch die allgemeine Ergonomie sammelt kleine Reibungspunkte an: präzise Positionierung nötig, um mit NPCs oder Truhen zu interagieren, blockierte Oberfläche während Audio-Sammelobjekten, ausgeprägtes Aliasing, Texturen unterhalb dessen, was die Unreal Engine 5 normalerweise ermöglicht.

Das Urteil

Die Wertung von IGN France liegt bei 6/10, was der Analyse entspricht: ein sympathisches RPG mit echter Identität, das jedoch durch einen für seinen Ambitionsgrad unzureichenden Feinschliff ausgebremst wird. Wer Steelrising oder AA-Action-RPGs mochte, die zu ihren technischen Grenzen stehen, dem sei The Relic einen Blick wert - mit etwas Geduld. Wer hingegen technische Stabilität als nicht verhandelbar ansieht, sollte auf Patches warten...

Stärken

  • Erkundung wird bei jedem Umweg belohnt, nie künstlich
  • Jede Waffe verändert das Gameplay grundlegend, nicht nur die Werte
  • Stimmige Welt mit echten visuellen Auswirkungen eurer Siege
  • Fortschrittssystem basiert auf Neugier statt auf Grind

Schwächen

  • Instabile Framerate auf PS5, sobald Lichteffekte und Partikel sich häufen
  • Nicht abbrechbare Skill-Animationen, die euch in Bosskämpfen offen liegen lassen
  • Kamera dreht in überfüllten Arenen durch, Lesbarkeit leidet
  • Starre Ergonomie: präzise Interaktionsauslöser, blockierende Oberfläche bei Sammelobjekten

Fazit

Ein eigenwilliges RPG mit großzügiger Erkundung, das durch eine seiner Ambition unwürdige Konsolen-Performance ausgebremst wird.

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Ein sympathisches, aber technisch wackliges AA-Action-RPG — was sagt ihr dazu?

Häufige Fragen

Ist The Relic wirklich ein Soulslike?
Nein, das ist eine falsche Fährte. Trotz äußerer Anzeichen (Stelen, fordernde Kämpfe, kryptische Erzählweise) driftet das Spiel schnell zu einem klassischen Action-RPG ab: keine Todesstrafe, Gegner respawnen nicht, Ausdauer wird nur durch Ausweichen und Parieren verbraucht. Das macht es dynamischer und zugänglicher.
Warum sind die Bosskämpfe so frustrierend?
Lange Animationen fixieren den Charakter ohne Abbruchmöglichkeit, die Hitboxen sind ungenau, die Kamera gerät in überladenen Arenen außer Kontrolle, und die Framerate bricht auf der PS5 auf etwa 30 fps ein. IGN gibt zu, öfter an mangelnder Performance als an fehlendem Skill gestorben zu sein.
Gibt es verpflichtendes XP-Grinding?
Nein, der Fortschritt basiert auf Erkundung statt auf Farming. Jeder Umweg belohnt mit einzigartigen Waffen, Schmiedematerialien oder Relikten zum Freischalten von Fähigkeiten — das macht das Erkunden wirklich befriedigend.
Für wen ist dieses Spiel empfehlenswert?
Wer Steelrising oder AA-Action-RPGs mochte, die zu ihren technischen Grenzen stehen, sollte The Relic mit etwas Geduld eine Chance geben. Wer hingegen technische Stabilität als nicht verhandelbar ansieht, sollte besser auf Patches warten.

Das Wichtigste

  • Die Erkundung ist die eigentliche Stärke des Spiels, mit stimmigen Karten, bei denen jeder Umweg belohnt wird, ohne künstliche Füllinhalte.
  • Das Waffensystem glänzt durch seine Vielfalt — ein Ausrüstungswechsel verändert fast das gesamte Gameplay und Kampfgefühl.
  • Die Bosskämpfe bündeln alle Probleme: nicht abbrechbare Animationen, unklare Hitboxen und eine Framerate, die auf der PS5 auf 30 fps einbricht.
  • Nicht bestrafender Tod und Gegner ohne Respawn entfernen den Titel trotz des anfänglichen Eindrucks von echten Soulslikes.

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