Test Deer & Boy: Ein stilles Märchen, das laut GameBlog mitten ins Herz trifft
8.0
Credit: Dear Villagers

Test Deer & Boy: Ein stilles Märchen, das laut GameBlog mitten ins Herz trifft

Alexandre Alexandre Jollier
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Kurz gefasst

Deer & Boy ist der erste Titel des französischen Studios LifeLine Games, ein filmisch inszeniertes narratives Platformer-Spiel ohne Dialoge, das die poetische Reise eines fliehenden Jungen und eines zerbrechlichen Rehkitzes erzählt. Das Spiel besticht durch seine bemerkenswerte künstlerische Gestaltung, seinen eindringlichen Soundtrack und eine stumme Erzählweise, in der Emotionen im Vordergrund stehen, auch wenn die Spielzeit von drei Stunden und der fehlende Wiederspielwert einen leichten Beigeschmack von Unvollständigkeit hinterlassen können.

Für sein erstes Spiel, Deer & Boy, reiht sich das französische Studio LifeLine Games in die Tradition von Limbo, Inside oder Planet of Lana ein : Wir haben es mit einem narrativen und filmischen Plattformer zu tun, bei dem das Spiel ebenso sehr mit Emotionen wie mit seinen Mechaniken spielt. Wir lernen darin einen flüchtenden Jungen und ein zerbrechliches Rehkitz kennen, ein stummes Duo, dessen Verbindung sich dennoch im Verlauf einer poetischen Reise entwickelt, die nur etwa drei Stunden dauern wird. Und nun, da der Rahmen abgesteckt ist, schauen wir uns an, was der Journalist von GameBlog wirklich davon hält.

Die Steuerung ist bewusst schlicht gehalten, sagt er uns : vorwärtsgehen, springen, schieben, ziehen, kleine Umgebungsrätsel lösen, sich aus Schleichpassagen befreien : Das ist mehr oder weniger das gesamte Repertoire an Fähigkeiten, das dem Spieler zur Verfügung steht. Das Tempo bleibt ruhig und fast kontemplativ, dennoch bemüht sich LifeLine Games, den Situationen Vielfalt zu verleihen, je stärker sich die Beziehung zwischen dem Kind und dem Tier vertieft. Die Protagonisten wechseln keine einzige Dialogzeile, es ist der Spieler, der das Wort ersetzt, indem er ihre Reaktionen, ihr Zögern und ihre Ängste beobachtet.

Was die künstlerische Leitung betrifft, ist Deer & Boy eine Ohrfeige für jeden Liebhaber illustrierter Atmosphäre. Die Umgebungen reihen sich aneinander wie ebenso viele animierte Gemälde: nebelverhangene Pastellwälder, verbrannte Felder, eher kalte industrielle Ruinen. Die Kamera spielt permanent mit der Tiefenschärfe und den Kontrasten und drückt die Verletzlichkeit des Duos angesichts bedrohlicher Silhouetten aus, wie die Sequenz der zufälligen Begegnung mit einem Rudel Hirsche belegt. Auf PS5 vermitteln die Qualität der Texturen und das Lichtmanagement manchmal den Eindruck, einen interaktiven Animationsfilm zu spielen.

Der Verzicht auf Dialoge erfordert, um dieses Fehlen auszugleichen, eine sehr gewichtige Klangkulisse, und das ist laut GameBlog ein weiteres Plus. Die Musik, dezent und direkt, passt sich einem allmählichen Spannungsaufbau mit zahlreichen Momenten der Gnade an, ohne in übertriebenen Pathos abzugleiten. Die Geräuschkulisse – das Knacken von Ästen, das Rauschen des Windes, hastige Schritte – trägt zu diesem Gefühl einer sinnlichen Reise bei. Andererseits werden die kurze Spielzeit und der eigentliche Mangel an Wiederspielwert (abgesehen von der Suche nach Geheimnissen) vielleicht einen leichten Nachgeschmack von zu wenig hinterlassen, trotz eines Endes, das im Kopf bleibt.

Stärken

  • Prachtvolle künstlerische Leitung, eines interaktiven Animationsfilms würdig
  • Sehr durchdachte stille Erzählweise, getragen von der Beziehung zwischen dem Jungen und dem Rehkitz
  • Klangkulisse und Sound-Design, die jede Sequenz veredeln und die Immersion verstärken

Schwächen

  • Begrenzte Spielzeit und nahezu nicht vorhandener Wiederspielwert
  • Insgesamt einfaches Gameplay, das Spielern auf der Suche nach Herausforderung zu brav erscheinen könnte

Fazit

Poetisch, berührend und großartig inszeniert, liefert Deer & Boy ein kurzes, aber einprägsames Abenteuer für Liebhaber stiller Erzählungen.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert es, Deer & Boy durchzuspielen?
Das Spiel dauert etwa drei Stunden, um es abzuschließen. Es ist ein relativ kurzes, aber emotional dichtes Erlebnis.
Gibt es Dialoge im Spiel?
Nein, die Protagonisten sprechen keine einzige Dialogzeile. Der Spieler muss die Geschichte selbst deuten, indem er ihre Reaktionen, Zögerlichkeiten und Ängste beobachtet.
Welche Arten von Spielmechaniken gibt es?
Die Mechaniken sind bewusst schlicht gehalten: vorwärtsgehen, springen, schieben, ziehen, kleine Umgebungsrätsel lösen und heimliche Passagen durchqueren.
Wie ist der Soundtrack?
Die Musik ist zurückhaltend, aber ausdrucksstark, mit einem allmählichen Spannungsaufbau, ergänzt durch immersive Geräuscheffekte (Knacken, Windrauschen, Schritte), die eine bemerkenswerte sensorische Reise darstellen.
Bietet das Spiel Wiederspielwert?
Der Mangel an echtem Wiederspielwert wird als Schwachpunkt genannt, obwohl es eine Suche nach Geheimnissen für begeisterte Spieler gibt.

Das Wichtigste

  • Ein narratives Platformer-Spiel ohne Dialoge, in dem die Gestik der Charaktere die gesamte emotionale Geschichte erzählt
  • Eine atemberaubende künstlerische Gestaltung mit illustrierten Umgebungen, die zwischen pastellfarbenen Wäldern und kalten Industrieruinen variieren
  • Eine bewusst schlichte Spielmechanik (springen, schieben, ziehen, kleine Rätsel) im Dienst des kontemplativen Rhythmus
  • Ein Soundtrack und Geräuscheffekte, die essenziell sind und das Fehlen von Dialogen meisterhaft ersetzen
  • Ein kurzes Erlebnis von etwa drei Stunden mit wenig Wiederspielwert, abgesehen von der Suche nach Geheimnissen

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