Test Beast of Reincarnation: viel Stil, aber deutliche Mängel im Feinschliff - das Fazit von Gamespot
6.0
Credit: Game Freak

Test Beast of Reincarnation: viel Stil, aber deutliche Mängel im Feinschliff - das Fazit von Gamespot

Alexandre Alexandre Jollier
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Kurz gefasst

Beast of Reincarnation zeigt ein überzeugendes Kampfsystem und eine denkwürdige künstlerische Ausrichtung, bricht aber anderswo ein: schwaches Szenario, flache Dialoge, roboterhafte Animationen und uneinheitliche technische Umsetzung. Game Freak wagt sich an ein Solo-Action-RPG mit Potenzial, doch das Spiel verfehlt sein filmisches Ziel und wird von Gamespot mit 6/10 abgestraft.

Kaufen Sie Beast of Reincarnation, wenn Sie ein Action-RPG mit starkem visuellem Stil suchen und bereit sind, über eine lahme Story und eine ungleichmäßige technische Umsetzung hinwegzusehen. Meiden Sie es, wenn Sie wegen der Geschichte einsteigen oder die chirurgische Präzision eines Sekiro erwarten.

Game Freak verlässt Pokémon, um sich im Solo-Action-RPG zu versuchen, und dieses Wagnis verdient auf dem Papier Anerkennung. Die Handlung spielt im Jahr 4026 in einem von der Blight verwüsteten Japan, einer pflanzlichen Infektion, die die Menschheit dazu gezwungen hat, ihre Seelen in Golems zu übertragen. Sie schlüpfen in die Rolle von Emma, einer stoischen Kriegerin, die von ihrem Hund Koo begleitet wird, auf der Jagd nach der Beast of Reincarnation durch halboffene Zonen, die von Bossen namens Nushi durchsetzt sind.

Ein Kampfsystem mit Substanz

Das eigentliche Verkaufsargument laut dem Journalisten von Gamespot ist der Kampf. Das Parieren steht im Mittelpunkt, ganz im Stil von Sekiro: Muster richtig lesen, im richtigen Moment abwehren, die Stagger-Anzeige füllen, um einen Finisher zu setzen. Emmas Schläge haben Gewicht, der Klang des Parierens ist befriedigend, und die freischaltbaren Klingenkünste lassen bei Treffern riesige Blütenblätter auf dem Bildschirm erblühen. Das ist ein Spektakel, das man sich verdienen muss.

Koo verändert das Spiel wirklich grundlegend. Indem man die Zeit anhält, um ihm über durch Parieren verdiente Punkte Befehle zu erteilen, jongliert man zwischen der Aggressivität von Emma und der des Hundes, um Schadensfenster zu öffnen. Die Fähigkeitenbäume beider Charaktere sind breit genug angelegt, um mehrere Spielstile zu fördern, ohne jemals zu zwingen, alles freizuschalten.

Auch die künstlerische Leitung überzeugt: futuristische Technologie und von Vegetation überwucherte japanische Ruinen erschaffen unvergessliche Kulissen, und Emmas Design - ein geflochtener, mit Blumen geschmückter Zopf, der mit ihrem Fortschritt länger wird - ist eine schöne Idee.

Der Lack blättert schnell ab

Das Problem ist alles, was diesen Spielkern umgibt. Laut Gamespot sind die Dialoge von erstaunlicher Plattheit, getragen von roboterhaften Animationen und leblosen Schauspielerleistungen. Emma hat kaum eine Persönlichkeit, ihre Interaktionen mit Koo entwickeln nie eine echte Verbundenheit, und die halboffenen Zonen ähneln sich nach der dritten Stunde alle.

Schlimmer noch: Die Hälfte der Bosse im Spiel wird in der zweiten Hälfte mit denselben Mustern wiederverwendet, was jegliche Spannung zu töten scheint. Dazu kommen eine launische Kamera gegen die großen Nushi, inkonsistentes Ausweich-Timing und konstante Mikroruckler, die sowohl auf dem PC (RTX 4080) als auch auf der Xbox Series X festgestellt wurden - ein Problem, das Game Freak vor dem Release eigentlich beheben wollte.

Beast of Reincarnation bleibt ein 25-stündiges Erlebnis, das beim reinen Gameplay nie langweilt. Doch wer das Äquivalent eines Sekiro oder Lies of P mit zusätzlich einer echten Erzählung sucht, wird hier nicht fündig. Gamespot vergab eine 6/10: Man hat es mit einem Spiel zu tun, das gute Ideen rund um ein Kampfsystem hat, das zwar funktioniert, aber schlecht umgesetzt wurden.

Stärken

  • Auf Parieren ausgerichteter Kampf, anspruchsvoll und lohnend zu meistern
  • Koo, die Mechanik der Hundebefehle, fügt eine echte strategische Ebene hinzu
  • Künstlerische Leitung, die Biopunk, Cyberpunk und Solarpunk stimmig vermischt
  • Fähigkeitenbäume, die reichhaltig genug für mehrere Spielstile sind

Schwächen

  • Flache Dialoge und Schauspielerleistungen, konturlose Charaktere
  • Wiederverwendete Bosse in der zweiten Spielhälfte, kaum Spannung
  • Launische Kamera und inkonsistentes Ausweich-Timing gegen große Gegner
  • Mikroruckler auf dem PC und schwere Framerate-Probleme auf der Xbox Series X

Fazit

Ein Kampfsystem voller guter Ideen, das jedoch durch eine fade Story und deutliche Mängel im Feinschliff belastet wird.

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Häufige Fragen

Ähnelt der Kampf wirklich Sekiro?
Ja, die Parade steht im Mittelpunkt und verlangt, die Muster genau zu lesen, um im richtigen Moment abzuwehren und die Stagger-Leiste zu füllen. Doch Beast of Reincarnation fügt mit Koo eine echte Eigenheit hinzu: Man friert die Zeit ein, um dem Hund Befehle zu geben, und jongliert zwischen der Aggressivität beider Figuren, um Schadensfenster zu schaffen.
Wie lange dauert das Spiel?
Laut Gamespot etwa 25 Stunden, was eine angemessene Länge darstellt, die beim reinen Gameplay nie zieht, auch wenn die narrativen Inhalte und die halboffenen Gebiete nach ein paar Stunden repetitiv werden.
Warum vergibt Gamespot nur 6/10, obwohl es gute Ideen gibt?
Weil das Spiel gute, aber schlecht umgesetzte Ideen rund um ein funktionierendes Kampfsystem hat. Die flachen Dialoge, die roboterhaften Animationen, das Recycling der Bosse, die launische Kamera und die Mikroruckler auf Konsole wie auf PC untergraben das Gesamterlebnis, besonders wenn man eine echte filmische Erzählung erwartet.
Hat Emma eine interessante Persönlichkeit?
Leider nein. Emma hat so gut wie keine Persönlichkeit, und ihre Interaktionen mit Koo entwickeln trotz des Potenzials des Konzepts nie eine echte Verbundenheit.
Ist das Game Design der halboffenen Gebiete gut?
Das Problem ist, dass sich nach der dritten Stunde alle Gebiete ähneln. Jedes folgt derselben Struktur: Ankunft, Kampf, leichte Erkundung, Boss. Noch schlimmer: Die Hälfte der Bosse wird in der zweiten Spielhälfte mit denselben Mustern wiederverwertet.

Das Wichtigste

  • Der Kampf funktioniert wirklich: eine zentrale Parade im Sekiro-Stil, wuchtige Treffer, und das Duo Emma-Koo sorgt für echte taktische Tiefe.
  • Die künstlerische Ausrichtung verschmilzt futuristische Technik mit von Vegetation überwucherten japanischen Ruinen und schafft dadurch denkwürdige Schauplätze, auch wenn sich die Gebiete am Ende ähneln.
  • Die Dialoge sind erschreckend flach, dazu kommen roboterhafte Animationen, die jede narrative Immersion und jede Persönlichkeit von Emma zunichtemachen.
  • Die Bosse werden in der zweiten Spielhälfte mit denselben Mustern wiederverwertet, was die Spannung und das Interesse über die 25 Stunden hinweg untergräbt.
  • Die launische Kamera bei großen Bossen sowie die auf PC wie auf Xbox Series X festgestellten Mikroruckler bleiben trotz angekündigter Korrekturen bestehen.

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