Test Yoshi and the Mysterious Book - Ein reizendes interaktives Märchen, dem es laut The Gamer etwas an Biss fehlt
6.0
Credit: Nintendo

Test Yoshi and the Mysterious Book - Ein reizendes interaktives Märchen, dem es laut The Gamer etwas an Biss fehlt

Alexandre Alexandre Jollier
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Kurz gefasst

Yoshi and the Mysterious Book definiert die Formel des grünen Dinosauriers neu, indem es Erkundung und Neugier über reine Plattform-Action stellt. TheGamer lobt ein visuell charmantes und entspannendes Erlebnis, bedauert jedoch ein zu geführtes und für Fans echter Herausforderungen wenig forderndes Gameplay.

Mit Yoshi und das mysteriöse Buch schlägt Nintendo ein neues Kapitel für den grünen Dinosaurier auf, das mehr auf Neugier als auf reines Plattform-Gameplay setzt. Der Pitch ist einfach, aber wirkungsvoll: Mr E, eine sprechende, amnesische Enzyklopädie, hat den Inhalt seiner Seiten verloren. Es liegt an Yoshi, in dieses lebende Zauberbuch einzutauchen, um jede Kreatur, ihre Gewohnheiten, ihre Magie ... und ihren Geschmack zu katalogisieren. Auf dem Papier ist das ein Spielfeld mit unvergleichlichem Potenzial für Character-Design und Experimentierfreude. Sehen wir uns also an, was der Journalist von TheGamer davon hält.

Ihm zufolge basiert das Gameplay auf einer äußerst klassischen 2D-Plattformer-Struktur, die jedoch in Richtung Erkundung umgelenkt wird. Jedes der Level fungiert als eine Art Miniatur-Spielzeugkiste: Man beobachtet, testet, dokumentiert die Kreaturen, Yoshi kann sie verschlingen und in Eier verwandeln, ihnen ein Objekt schenken oder sie miteinander interagieren lassen, um einen detaillierten Steckbrief zu vervollständigen. Die Herausforderung besteht nicht im Überleben, sondern darin, alle Verhaltensweisen zu finden: die Sterne und Blumen, die nötig sind, um neue Seiten freizuschalten.

Diese Spielschleife funktioniert zugleich als die größte Stärke und die größte Einschränkung des Werks. Wer sich auf die Seite des „interaktiven Bilderbuchs“ einlässt, lässt sich tatsächlich mitreißen von der heimlichen Jagd nach dem verborgenen Nebenziel und der leichten Wertung, die dazu verleitet, bestimmte Kapitel noch einmal zu spielen. Umgekehrt riskieren Spieler, die auf Herausforderungen oder mitreißende Plattform-Action stehen, sich zu langweilen: Der Fortschritt ist sehr geführt, die Rätsel nie wirklich knifflig, und bei sehr langen Sitzungen mit denselben Beobachtungsroutinen macht sich Langeweile bemerkbar.

Optisch dagegen sei das Spiel laut TheGamer ein kleines Wunderwerk. Die Welten in sechs großen Kapiteln setzen auf eine 3D-Darstellung, die Illustrationen imitiert, mit einer bewusst reduzierten Framerate, die einen Stop-Motion-Charme verleiht. Die Animationen von Yoshi und den Kreaturen, insbesondere der Reittiere (das riesige Schwein, das lebende Skateboard), strahlen Fantasie aus. Der sanfte, dezente Soundtrack begleitet die Gute-Nacht-Geschichten-Atmosphäre perfekt, liefert aber keine wirklich einprägsamen Themen.

Was die Spielzeit angeht, braucht man für die Hauptgeschichte etwa zehn Stunden, doch wer die 100 % anstrebt – alle Kreaturen-Steckbriefe vervollständigen und alle Sammelobjekte aufspüren – kann diese Zeit locker verdoppeln. TheGamer bemängelt das Fehlen echter Schwierigkeitsstufen und wirklich neu erfundener Mechaniken zum Ende des Spiels hin. Es bleibt ein sehr angenehmes Yoshi-Spiel, das für ein junges Publikum und Gelegenheitsspieler gedacht ist und eher wie ein hübsches interaktives Gute-Nacht-Buch funktioniert als wie ein neuer Standard des Plattform-Genres.

Stärken

  • Prustige künstlerische Gesamtausrichtung mit illustriertem Look und sehr gelungenem Stop-Motion-Effekt
  • Originelle und entspannende Erkundungs- und Beobachtungsschleife rund um die Kreaturen
  • Großzügiger Inhalt für Komplettierer, mit vielen Geheimnissen und 100%-Zielen

Schwächen

  • Nahezu nicht vorhandener Schwierigkeitsgrad, der erfahrene Spieler unbefriedigt zurücklassen dürfte
  • Repetitive Beobachtungsroutinen, die sich über die Spieldauer kaum erneuern

Fazit

Ein sehr hübsches spielbares Märchen, charmant und entspannend, aber in Sachen Herausforderung und Abwechslung zu zaghaft, um nachhaltig zu überzeugen.

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Welche Art von Erlebnis sucht ihr in einem Yoshi-Plattformspiel?

Häufige Fragen

Was ist das Kern-Gameplay von Yoshi and the Mysterious Book?
Das Spiel bietet eine klassische 2D-Plattform-Struktur, die auf Erkundung ausgerichtet ist. Ihr spielt Yoshi und müsst die Kreaturen jedes Levels beobachten, testen und dokumentieren, indem ihr einen detaillierten Steckbrief ausfüllt.
Für wen ist dieses Spiel geeignet?
Yoshi and the Mysterious Book richtet sich vor allem an jüngere Spieler und Gelegenheitsspieler, die ein entspanntes Erlebnis schätzen. Fans anspruchsvoller Platformer oder intensiver Herausforderungen dürften das Spiel zu leicht und zu geführt finden.
Wie lange dauert es, das Spiel abzuschließen?
Die Hauptgeschichte nimmt etwa 10 Stunden in Anspruch. Wer jedoch 100 % Komplettierung anstrebt, indem alle Kreaturen-Steckbriefe ausgefüllt und alle Sammelobjekte gefunden werden, kann diese Zeit leicht verdoppeln.
Wie steht es um die künstlerische Gestaltung des Spiels?
TheGamer lobt die Ästhetik des Spiels ausdrücklich: stilisiertes 3D im Illustrationslook mit einer bewusst reduzierten Framerate, die einen Stop-Motion-Charme verleiht. Die Animationen strahlen Fantasie aus, besonders die der Reittiere.

Das Wichtigste

  • Das Spiel setzt auf das Beobachten und Dokumentieren von Kreaturen statt auf klassische Platformer-Action
  • Die stilisierten 3D-Welten im Illustrationslook und die reduzierte Framerate erzeugen eine sehr angenehme Atmosphäre eines interaktiven Märchenbuchs
  • Der extrem geführte Fortschritt und die wenig komplexen Rätsel könnten Spieler auf der Suche nach echter Herausforderung schnell langweilen
  • Rechnet mit 10 Stunden für die Hauptgeschichte und bis zu 20 Stunden für 100 % Komplettierung

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