Test Rhythm Paradise Groove: Der Schwan groovt gut - die Meinung von Gamerant
8.0
Credit: Nintendo

Test Rhythm Paradise Groove: Der Schwan groovt gut - die Meinung von Gamerant

Alexandre Alexandre Jollier
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Kurz gefasst

Rhythm Paradise Groove etabliert sich als exzellentes Rhythmusspiel mit kleinem Budget für die Switch, mit einer spritzigen künstlerischen Gestaltung und einem überraschenden lokalen Mehrspielermodus. Trotz seiner Zugänglichkeit und seiner überschwänglichen Persönlichkeit erschöpft sich der Solo-Inhalt schnell, was seinen Anspruch auf den Status eines guten Spiels statt einer absoluten Referenz begrenzt.

Für 40 € richtet sich Rhythm Paradise Groove an alle Rhythmus-Fans, deren Switch Staub sammelt - und noch mehr an diejenigen, die lokal mit Freunden spielen. Wer ein 50-stündiges RPG sucht, kann weiterziehen.

WarioWare, aber auf den Beat

Wer die Reihe noch nie angefasst hat: Die Idee ist einfach - rhythmische Mikro-Spiele, oft absurd, immer nervös. Regenschirm-Kreaturen, die im Takt den Kopf öffnen und schließen. Roboter in einer Pudding-Fabrik, die schlechte Chargen weglasern. Ein Gespräch mit einem Alien. Und das alles mit maximal ein oder zwei Knöpfen. Im Geiste nah an WarioWare - kurze Sequenzen, schräges Konzept, visueller Humor - nur dass hier alles auf eurem Rhythmusgefühl basiert statt auf euren Reflexen. Das Spiel ist zugänglich, aber im Kern perfektionistisch: die perfekte Note in jeder Stage zu erreichen, ist eine andere Geschichte. Schauen wir uns an, was die Analyse von Gamerant im Detail zeigt.

Was wirklich funktioniert

Der Soundtrack ist wirklich eingängig. Nicht nur „nett für ein Nintendo-Spiel“ - wirklich denkwürdig, mit Kompositionen, die nach der Session lange im Kopf bleiben. Die künstlerische Richtung folgt diesem Niveau: farbenfroh, bewusst kitschig, voller Persönlichkeit. Das ist Nintendo SPD in Bestform, was die Form angeht...

Der lokale Mehrspielermodus ist die eigentliche Überraschung - und eine gute. Kooperative Minispiele (synchron auf Aliens schießen, zu zweit Zwiebeln schälen - ja, wirklich) und gut ausbalancierte Versus-Spiele, insbesondere Cake Wait, bei dem man einen 10-Sekunden-Countdown im Kopf schätzen muss, um einen Kuchen zu fangen. Jedes Minispiel gibt es in drei Schwierigkeitsgraden, dazu eine eigene Toy Box mit freischaltbaren Elementen: Der Mehrspielermodus wurde klar als vollwertiger Modus behandelt, nicht als nachträglich hinzugefügtes Feature.

Der Zusatzmodus Beatspell - eine rhythmische RPG-Variante - ist ebenfalls einen Blick wert. Er ist kurz, unterbricht aber angenehm den Rhythmus des Solomodus.

Was hakt

Der Solomodus recycelt seine Konzepte sehr schnell. Bereits ab Stage 6 - also nach etwa 24 originalen Minispielen - beginnt das Spiel, bereits gesehene Konzepte in Form von „Fortsetzungen“ wiederaufzunehmen. Die Idee fortlaufender Erzählungen ist auf dem Papier nett, hinterlässt aber den Eindruck eines etwas früh erschöpften Vorrats. Für ein Spiel, das mit „über 80 Minispielen“ wirbt, enttäuscht der Anteil wirklich neuer Inhalte laut dem Journalisten leicht.

Und trotz des kleinen Budgets bleibt der Gesamtinhalt begrenzt. Der Solo-Abspann ist nach wenigen Stunden abgeschlossen. Der Mehrspielermodus nach ein paar weiteren Sessions. Der Wiederspielwert existiert - Medaillen, perfekte Punktzahlen, Toy Boxes - beruht aber vollständig auf der eigenen Motivation, Sterne zu farmen. Das ist nicht für jeden.

Über 80 Solo-Minispiele und 30 Multiplayer-Modi, das ist klar als das letzte große Rhythmusspiel der Switch gedacht.“ - Kommentar im r/nintendo-Thread, Nintendo Direct 09.06.2026

Das Urteil in Zahlen

Wer WarioWare: Move It! oder die alten Rhythm Paradise-Teile auf DS und 3DS mochte, wird an Rhythm Paradise Groove Freude haben - ohne dass es sie komplett übertrifft. Sein direkter Konkurrent im Party-Game-Segment der Switch, WarioWare: Move It!, bietet mehr Inhalt, verlangt aber Joy-Con. Hier läuft alles über die Knöpfe, was universeller ist. Mit einer 8/10 scheint die Wertung von Gamerant gerecht: Im Kern ein exzellentes Spiel, das durch mangelnde Großzügigkeit beim Inhalt daran gehindert wird, den Status einer absoluten Referenz zu beanspruchen.

Stärken

  • Denkwürdiger Soundtrack, der auf Dauer wirklich eingängig bleibt
  • Originelle Minispiele mit schrägen Konzepten und liebevoller künstlerischer Gestaltung
  • Solider lokaler Mehrspielermodus mit Koop, Versus und freischaltbaren Inhalten
  • Fairer Budgetpreis von 39,99 $ / etwa 40 € für das Gebotene
  • Kostenlose Demo im eShop mit Fortschrittsübertragung

Schwächen

  • Der Solomodus recycelt seine Konzepte bereits ab Stage 6 (~nur 24 originale Minispiele)
  • Begrenzter Gesamtinhalt: Solo-Abspann bereits nach wenigen Stunden erreicht
  • Memo Rising (Versus-Minispiel) klar unter dem Niveau des restlichen Pakets
  • Der Wiederspielwert beruht vollständig auf dem Grinden von Medaillen und perfekten Punktzahlen

Fazit

Rhythm Paradise Groove groovt kräftig, verliert aber zu schnell an Schwung, um seinem eigenen Potenzial gerecht zu werden.

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Rhythm Paradise Groove oder WarioWare: Move It! — welches reizt euch mehr?

Häufige Fragen

Muss man die früheren Rhythm Paradise-Spiele gespielt haben, um Groove zu genießen?
Nein, das Spiel ist absolut zugänglich. Wenn man Rhythmusspiele generell oder WarioWare mag, wird man fündig. Alte Fans werden nur die DNA der Reihe wiedererkennen.
Wie lange dauert es, den Solo-Modus abzuschließen?
Ein paar Stunden, um den Abschluss-Credits zu erreichen. Danach geht es um Replay-Wert für perfekte Scores, Medaillen und freischaltbare Toy Boxes, aber die Wiederspielbarkeit hängt komplett von der eigenen Motivation zum Farmen ab.
Lohnt sich der Mehrspielermodus wirklich?
Ja, ganz klar. Kooperative Mini-Spiele (synchron auf Aliens schießen) und gut ausbalancierte Versus-Modi wie Cake Wait machen den Mehrspielermodus zu einer echten Überraschung. Das ist der Modus, in dem das Spiel am meisten glänzt.
Wie schlägt sich das im Vergleich zu WarioWare: Move It!?
WarioWare hat mehr Inhalt, benötigt aber Joy-Con. Rhythm Paradise Groove funktioniert per Knopfdruck, das ist universeller. Man muss selbst entscheiden, je nach Vorliebe: Quantität oder Zugänglichkeit.

Das Wichtigste

  • Die Mini-Spiele sind schrullig, liebenswert und werden von einem wirklich einprägsamen Soundtrack getragen.
  • Der lokale Mehrspielermodus ist ein echter Modus mit mehreren Schwierigkeitsgraden und freischaltbaren Inhalten.
  • Der Solo-Modus recycelt seine Konzepte bereits ab Stage 6, was den Eindruck vermittelt, dass das Reservoir zu früh erschöpft ist.
  • Für 40 € ist es ein Spiel für Rhythmus-Fans im Entspannungsmodus, keine große 50-Stunden-Produktion.

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