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Test Halo: Campaign Evolved – die Rückkehr, aber nicht der Triumph
Kurz gefasst
Halo: Campaign Evolved ist ein originalgetreues Remake des Originals in der Unreal Engine 5, das sowohl Fans der Reihe als auch Neulinge begeistern wird. Sein ultra-vorsichtiger Ansatz und das Fehlen eines PvP-Mehrspielermodus machen es jedoch eher zu einer soliden Wiederbelebung als zu einer entscheidenden Transformation für ein Franchise in der Krise.
Wenn Sie seit den Bungie-Jahren Fan der Saga sind, Halo: Campaign Evolved verdient Ihre Aufmerksamkeit - vorausgesetzt, Sie akzeptieren ein Remake, das eher auf Vorsicht als auf Wagemut setzt. Für Neueinsteiger ist es objektiv einer der besten Einstiegspunkte in die Geschichte des Konsolen-Shooters. Erwarten Sie allerdings keine 97 auf Metacritic.
Was ist das genau?
Halo: Campaign Evolved ist eine komplette Überarbeitung von Halo: Combat Evolved (2001) mit der Unreal Engine 5 - der erste Halo-Titel, der seit dem Rebranding von 343 Industries zu Halo Studios im Jahr 2024 auf dieser Engine läuft. Die Geschichte bleibt dieselbe: Master Chief, eine KI namens Cortana, ein außerirdischer Ringplanet und Horden von Covenant, die es zu erledigen gilt. Die Gameplay-Schleife - der Wechsel zwischen menschlichen und außerirdischen Waffen, das Management der beiden Waffenslots, das Fahren von Fahrzeugen - bleibt unangetastet. Was sich ändert: Der 4-Spieler-Koop (im Original nicht vorhanden), die Möglichkeit zu sprinten, Covenant-Fahrzeuge zu kapern, und die Einführung der Brutes von Anfang an, obwohl sie ursprünglich erst in Halo 2 auftauchten.

Was wirklich funktioniert
Der Kern des Spiels - das organische Chaos der offenen Gefechte auf Installation 04 - wird sorgfältig bewahrt. Das ursprüngliche Level-Design überzeugt nach wie vor, und Halo Studios war klug genug, es nicht im Namen der Modernität zu zerstören. VGC vergab eine Höchstwertung und betonte, dass
„für jüngere Spieler, die nicht das Glück hatten, eine der besten Shooter-Kampagnen der Geschichte zu erleben, sie noch unverzichtbarer erscheint.“
Das ist noch untertrieben.

Die drei neuen Missionen mit Master Chief und Sergeant Johnson, die ein Jahr vor den Ereignissen der ursprünglichen Kampagne spielen, sind eine echte Überraschung. Sie erfinden das Rad nicht neu, vertiefen aber die Lore auf eine Weise, die Veteranen zufriedenstellen wird. Die Einführung der Infektionsform des Flood - im Originalspiel nicht vorhanden - bereits in dieser ersten Episode ist eine narrative Entscheidung, die neugierig macht.
Die Grenzen, die schwer wiegen
Das Problem ist der gedeckelte Ehrgeiz. GamesRadar+ bringt die Frustration in seiner Wertung von 7/10 gut auf den Punkt: Das Spiel spielt so sehr auf Nummer sicher, dass man sich am Ende fragt, ob Xbox wirklich ein derart braves Remake brauchte, um die Franchise wiederzubeleben. Der PvP-Multiplayer wurde während der Entwicklung gestrichen - ein eklatanter Mangel für eine Lizenz, deren Versus-Modus ebenso prägend war wie die Kampagne. Game Informer merkt in seiner Wertung von 85/100 an, dass Campaign Evolved „vor einer vollständigen Umstrukturierung“ des Originalspiels haltmacht. Ehrlich gesagt, das ist der Eindruck, der überwiegt.

Vergleicht man das mit den Metacritic-Wertungen der Saga - der erste Halo-Teil mit 97, Halo 3 mit 94 - sagt diese 82 viel über den Zustand der Franchise aus. Es ist kein schlechtes Spiel. Es ist ein gutes Remake eines großartigen Spiels, und das ist nicht dasselbe.
Für wen, verglichen womit?
Wenn Ihnen Metroid Prime Remastered oder das Dead Space-Remake gefallen haben - Produktionen, die das Originalwerk respektieren, ohne es zu revolutionieren - reiht sich Campaign Evolved in diese Linie ein. Nicht transformativ, aber solide. Die Treue zum Ausgangsmaterial ist eine Qualität; das Fehlen von Risikobereitschaft hingegen ist eine redaktionelle Entscheidung, die Sie frei beurteilen können.
Stärken
- Die originale Halo-Gameplay-Schleife, unangetastet und nach wie vor wirkungsvoll
- 4-Spieler-Koop endlich vorhanden, im Original nicht enthalten
- Drei neue, unveröffentlichte Missionen, die die Lore bereichern
- Einführung der Brutes und der Flood-Infektionsform, um die Chronologie klug umzuschreiben
- Erster Halo-Titel mit Unreal Engine 5 — visuell überzeugend
Schwächen
- PvP-Multiplayer während der Entwicklung gestrichen: ein prägender Mangel für die Franchise
- Zu vorsichtiges Remake, das jegliches größeres narratives oder mechanisches Risiko vermeidet
- Aggregierte Wertung (Metacritic 82) deutlich unter den historischen Standards der Saga
- Das Versprechen einer 'weiterentwickelten' Kampagne bleibt laut mehreren Redaktionen teilweise hohl
Fazit
Ein treues und technisch sauberes Remake, das durch allzu maßvollen Ehrgeiz gebremst wird.
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War ein originalgetreues, aber vorsichtiges Remake das, was Halo 2026 gebraucht hat?
Häufige Fragen
Ist Halo: Campaign Evolved wirklich eine komplette Neugestaltung?
Gibt es einen PvP-Mehrspielermodus im Spiel?
Für wen ist dieses Remake gedacht?
Wie positioniert sich Campaign Evolved im Vergleich zu den vorherigen Halo-Teilen?
Das Wichtigste
- Das ursprüngliche Leveldesign hält immer noch stand, und Halo Studios war klug genug, es nicht im Namen der Modernisierung zu zerstören.
- Drei neue Prequel-Missionen vertiefen die Lore, ohne das Konzept zu revolutionieren, was vor allem Veteranen zufriedenstellen dürfte.
- Die während der Entwicklung erfolgte Streichung des PvP-Mehrspielermodus bleibt ein eklatanter Mangel für ein Franchise, dessen Versus-Modus ebenso prägend war wie die Kampagne.
- Ein gutes Remake eines großen Spiels ist nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit einem großen Spiel: Die 82 Punkte auf Metacritic sprechen Bände über ein Franchise, das auf Nummer sicher geht, wo es eigentlich Risiken eingehen sollte.
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