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PlayStation-Blackout: Die „nicht verkauft“-Klausel gibt es schon seit 2014
Kurz gefasst
Die #PSBlackout-Bewegung hat die PlayStation-Community im August erschüttert und eine Rechtsklausel aus dem Jahr 2014 ans Licht gebracht: Spiele werden nicht verkauft, sondern lizenziert. Weit davon entfernt, eine versteckte Neuheit zu sein, existiert diese Bedingung seit Jahren auf allen Plattformen. Doch das geplante Ende der Disc im Jahr 2028 ändert alles: Ohne physischen Datenträger verlieren Spieler ihr Recht auf Weiterverkauf, Verleih und Offline-Zugriff.
Die Bewegung #PSBlackout legte die PlayStation-Konsolen vom 23. bis 30. August lahm. Ins Leben gerufen vom Erhaltungskollektiv DoesItPlay und von Stop Killing Games weitergetragen, fordert sie, sich nicht mehr auf Sonys Plattformen einzuloggen, dort zu spielen oder etwas zu kaufen – als Reaktion auf die für Januar 2028 geplante Einstellung der Disc-Produktion.
Wenige Tage zuvor war eine E-Mail von Sony mit den vollständigen PlayStation-Nutzungsbedingungen in den Postfächern gelandet. Die Spieler entdeckten darin Artikel 1.4 des Endbenutzer-Lizenzvertrags, dessen offizieller französischer Wortlaut unmissverständlich ist: „Die Software wird Ihnen lizenziert, nicht verkauft.“
Die Klausel ist nicht neu
Sie wurde nicht eigens für diesen Anlass verfasst. Bereits im März 2014 hieß es in den französischen Bedingungen: „Sämtliche Software wird lizenziert, nicht verkauft.“ Die aktuelle Fassung ist seit März 2026 online, und die Nutzungsbedingungen stammen aus April 2026. Nichts deutet darauf hin, dass Sony sie als Reaktion auf den Blackout geändert hat.
Was das Ende der Disc verändert
Solange es einen Datenträger gibt, trägt dieser die Lizenz: Man kann ihn weiterverkaufen, verleihen oder offline erneut nutzen. Ohne ihn bleibt nur noch das Konto. Steam, Xbox und Nintendo schreiben dasselbe, doch Sony ist der einzige Hersteller, der das vollständige Ende der Disc angekündigt hat – bestätigt am 1. Juli von Sid Shuman im PlayStation Blog.
Die Petition „Don't kill the disc“ übersteigt 372.000 Unterschriften, gegenüber 95,3 Millionen verkauften PS5 bis Ende Juni. Lin Tao, Finanzchefin von Sony, bekräftigte gegenüber Analysten, dass die Digitalisierung der Inhalte überall voranschreitet. Die Organisatoren stellen diese sieben Tage als Minimum dar.
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Denkst du, Sony sollte physische Discs beibehalten, auch wenn sie in der Minderheit sind?
Häufige Fragen
Seit wann sagt Sony, dass Spiele nicht verkauft, sondern lizenziert werden?
Warum wird diese Klausel jetzt zum Problem und nicht schon früher?
Schreiben andere Plattformen (Steam, Xbox, Nintendo) das Gleiche?
Wie viele Menschen fordern von Sony, die Discs zu behalten?
Das Wichtigste
- Sonys „nicht verkauft“-Klausel geht auf März 2014 zurück, lange vor dem Blackout im August 2024.
- Steam, Xbox und Nintendo verwenden seit Langem denselben rechtlichen Wortlaut, Sony hat ihn nicht erfunden.
- Der eigentliche Knackpunkt: Ohne physische Discs nach 2028 bleiben nur noch digitale Konten übrig, ohne Möglichkeit zum Weiterverkauf oder Verleih.
- Die Petition „Don't kill the disc“ zählt über 372.000 Unterschriften gegenüber 95 Millionen verkauften PS5-Konsolen.
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