Diebstähle auf der gamescom: Die Antwort der Messe sorgt für mehr Wirbel
Credit: gamescom / Koelnmesse

Diebstähle auf der gamescom: Die Antwort der Messe sorgt für mehr Wirbel

Fabian Fabian Lainé
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Kurz gefasst

Diebstähle von Ausrüstung haben mehrere kleine Aussteller auf der gamescom 2026 während der Messenächte getroffen. Die Veranstalter reagierten, indem sie die Verantwortung an die Opfer zurückgaben und eine zusätzliche Versicherung sowie kostenpflichtiges Sicherheitspersonal vorschlugen — eine Haltung, die eine heftige Kontroverse ausgelöst hat.

Mehrere unabhängige Aussteller der gamescom 2026 geben an, dass ihnen über Nacht, zwischen zwei Messetagen, ihr Vorführmaterial gestohlen wurde. Das spanische Studio Tessera Studios verlor zwei private Laptops und eine Steam Deck, der Publisher iam8bit zwei Demo-Laptops. Der Solo-Entwickler Ryan Layley berichtete von demselben Missgeschick.

Die Antwort, die für Aufruhr sorgte

Auf Anfrage von TheGamer antwortete die Veranstaltungsleitung, dass „uniformierte Sicherheitskräfte auf dem gesamten Gelände für Sicherheit sorgen“, dass „Standsicherheit separat gebucht werden kann“ und dass Aussteller „dazu eingeladen sind, ihr Material gegen Diebstahl zu versichern“. Sie fügt hinzu, dass „bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung immer Einzelpersonen versuchen werden, die Situation auszunutzen“.

Warum das nicht gut ankommt

An dieser Antwort ist nichts falsch, und genau das ist das Problem: Sie schiebt die Verantwortung auf die Opfer ab. Ein unabhängiges Studio, das bereits für seinen Stand, seine Tickets, seine Unterkunft und die Anreise nach Köln zahlt, hat nicht die Mittel, zusätzlich rund um die Uhr einen Sicherheitsdienst auf die Rechnung zu setzen – und genau dieses Publikum stellt die gamescom in ihrer Kommunikation besonders heraus.

Die Messe verkauft eine Infrastruktur. Die Formulierung „immer Einzelpersonen“ wirkt vor allem wie ein Eingeständnis der Machtlosigkeit, gerichtet an diejenigen, die es sich am wenigsten leisten konnten.

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Häufige Fragen

Welche Aussteller waren auf der gamescom 2026 Opfer von Diebstählen?
Tessera Studios (spanisches Studio, das zwei Laptops und ein Steam Deck verlor), iam8bit (zwei Demo-Laptops) und der Solo-Entwickler Ryan Layley haben alle Diebstähle von Ausrüstung während der Messenächte gemeldet.
Wie hat die Organisation der gamescom auf diese Diebstähle reagiert?
Die Messe erklärte, dass uniformiertes Personal für die Sicherheit des Geländes sorgt, dass Standsicherheit separat buchbar sei (also kostenpflichtig) und dass Aussteller aufgefordert werden, ihr Equipment gegen Diebstahl zu versichern. Die Organisation sprach zudem von einer unvermeidlichen Situation bei einer Veranstaltung dieser Größe.
Warum sorgt diese Antwort bei kleinen Studios für Probleme?
Unabhängige Entwickler und kleine Publisher zahlen bereits erhebliche Summen für die Teilnahme (Stand, Tickets, Transport, Unterkunft). Zusätzliche private Nachtwache und eine weitere Versicherung belasten sie noch stärker – gerade jene Zielgruppe, die die gamescom öffentlich wertschätzt.
Ist das eine neue Praxis für die gamescom?
Der Artikel klärt nicht, ob die Diebstähle neu sind, aber die Antwort der Organisation deutet darauf hin, dass sie dies als inhärenten Bestandteil einer Veranstaltung dieser Größenordnung betrachtet – was Fragen zur Qualität der allgemeinen Sicherheit aufwirft.

Das Wichtigste

  • Tessera Studios, iam8bit und Ryan Layley haben alle den Diebstahl von Demo-Equipment während der Messenächte gemeldet.
  • Die gamescom weist die Schuld zurück und verweist auf optionale kostenpflichtige Sicherheit sowie Diebstahlversicherung, wodurch die Kosten an die Aussteller weitergegeben werden.
  • Diese Antwort wurde vielfach für ihren Mangel an Einfühlungsvermögen gegenüber bereits finanziell angeschlagenen kleinen Studios kritisiert.
  • Eine Veranstaltung dieser Größenordnung gibt implizit zu, dass sie grundlegende Sicherheit ohne Mehrkosten nicht garantieren kann.

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