Test Company of Heroes 3: Final Stand - 30 € für so wenig? Das durchwachsene Fazit von IGN France
5.0
Credit: Relic Entertainment

Test Company of Heroes 3: Final Stand - 30 € für so wenig? Das durchwachsene Fazit von IGN France

Alexandre Alexandre Jollier
Folgen Sie uns auf

Kurz gefasst

Final Stand bietet einen neuartigen Tower-Defense-/Rogue-lite-Modus in Company of Heroes, mit soliden Mechaniken und echter Spannung im Koop. Doch für 30€ für nur einen Modus, fünf Maps und ohne neuen strukturellen Inhalt ist der geforderte Preis eindeutig überzogen – selbst mit dem 20%-Rabatt für Besitzer des Basisspiels.

Kauft dieses DLC nur, wenn ihr einen Tower-Defense-Zeitvertreib im Koop sucht, und selbst dann lieber im Angebot. Zum vollen Preis verlangt Final Stand 30 € für Inhalte, die problemlos als kostenloses Update hätten durchgehen können.

Für Neueinsteiger: Company of Heroes 3 ist ein Kriegs-RTS, bei dem Mikromanagement der Einheiten, Deckung und Ressourcenverwaltung wichtiger sind als plumpes Rushen. Dieses eigenständige DLC (spielbar ohne das Basisspiel) führt einen für die Serie neuartigen Modus ein: eine Mischung aus Tower Defense und Rogue-lite, bei der man zwölf Angriffswellen mit einer frei wählbaren Fraktion übersteht, ohne klassisches Basisbauen, nur mit einem Hauptquartier zum Verteidigen und Perks, die man zwischen den Wellen auswählt.

Was laut IGN funktioniert

Das Konzept habe Potenzial, so der Journalist. Zwischen Mobilität und Verteidigung wählen, Truppen unter Beschuss umgruppieren, das zufällige Erscheinen von Bonuseinheiten nach einem Boss managen: Die Spannung steigt crescendo an, und die Ereigniswellen (Infiltrationen, Fallschirmabsprünge, Goliath-Rushs) zwingen zu schneller Anpassung. Das ist mechanisch gesehen waschechtes Company of Heroes, nur im Arcade-Format neu zugeschnitten.

Der Koop-Modus verändert wirklich einiges. Zu zweit Fraktionskombinationen auszuprobieren und die härtesten Schwierigkeitsgrade anzupeilen (acht Stufen insgesamt) macht sichtlich deutlich mehr Spaß als solo. Der Baum mit dauerhaften Vorteilen pro Fraktion sorgt zudem für eine kleine Fortschrittsschleife, die Lust auf einen weiteren Durchlauf macht.

Was hakt

Das Problem liegt eindeutig im Verhältnis von Inhalt zu Preis. Nur ein einziger Modus, fünf Karten, und das war's. Keine neue Kampagne, keine strukturelle Ergänzung zum Basisspiel, das seit drei Jahren läuft, ohne dass sich bei Multiplayer oder Koop groß etwas getan hätte. Der 20-Prozent-Rabatt für Besitzer des Basisspiels ändert nichts an der Rechnung: Das bleibt teuer für das, was es ist.

Schwer, hier nicht ein wiederkehrendes Muster bei Relic/Sega zu erkennen: Schon bei CoH2 hatte der Verkauf von Offizieren für 2-3 € pro Stück für Ärger gesorgt, bevor nachgebessert wurde. Hier wirkt das eigenständige DLC für 30 € wie eine höfliche Art, dasselbe Schema bei einem eher gefangenen Publikum zu wiederholen.

Fazit

Final Stand unterhält ein paar Stunden lang, vor allem im Koop, rechtfertigt aber keinesfalls sein Preisschild. Wenn euer RTS-Budget knapp ist, behaltet lieber die kommende Company of Heroes: Definitive Edition im Auge, die sämtliche Inhalte des Originals plus Gameplay-Updates verspricht. Note: 5/10 laut IGN France, für ein DLC, das ein kostenloses Update hätte sein können - und sollen...

Stärken

  • Angespannter und mechanisch gut durchdachter Tower-Defense/Rogue-lite-Modus
  • Koop zu zweit deutlich unterhaltsamer als solo
  • Baum mit dauerhaften Vorteilen, der eine echte Fortschrittsschleife bietet
  • Zufällige Ereignisse (Fallschirmabsprünge, Infiltrationen, Goliath-Rushs), die den Trott durchbrechen

Schwächen

  • Nur ein Modus und fünf Karten für 30 €, Inhalt eindeutig zu knapp bemessen
  • Keine neue Kampagne oder strukturelle Ergänzung zum Basisspiel nach drei Jahren
  • Der 20-Prozent-Rabatt für Besitzer des Spiels gleicht den Gesamtpreis nicht aus
  • Monetarisierungsschema, das an die bereits bei CoH2 kritisierten Auswüchse erinnert

Fazit

Ein im Koop unterhaltsamer Modus, der aber deutlich zu mager ist, um seine 30 € im Vergleich zum Rest der Franchise zu rechtfertigen.

Artikel teilen

Ist ein Tower-Defense-DLC für 30€ mit nur einem Modus Ihrer Meinung nach akzeptabel?

Häufige Fragen

Braucht man das Basisspiel, um Final Stand zu spielen?
Nein, Final Stand wird als Stand-alone angeboten und ist somit ohne Company of Heroes 3 spielbar. Allerdings erhält man nur Zugang zum Final-Stand-Modus: keine Kampagne, kein klassischer Mehrspielermodus, keine anderen Modi des Basisspiels.
Wie genau funktioniert der Final-Stand-Modus?
Es handelt sich um ein Tower-Defense-/Rogue-lite, bei dem man mit einer selbst gewählten Fraktion 12 Angriffswellen standhalten muss. Zwischen den Wellen wählt man zwei zufällige passive oder aktive Perks, um seine Einheiten oder Gebäude zu stärken. Es gibt kein klassisches Base-Building, nur ein zu verteidigendes Hauptquartier und zu schützende Außenposten.
Ist Final Stand wirklich 30€ wert?
Ehrlich gesagt nein. Für nur einen Modus auf fünf Maps ist der Preis unverhältnismäßig. IGN empfiehlt, auf einen Rabatt zu warten oder sich stattdessen Company of Heroes: Definitive Edition anzusehen, das deutlich mehr Inhalt fürs Geld verspricht.
Verändert der Koop-Modus das Erlebnis wirklich?
Absolut. Zu zweit macht es deutlich mehr Spaß, Fraktionskombinationen auszuprobieren und die acht Schwierigkeitsstufen anzugehen. Der permanente Perk-Baum pro Fraktion sorgt zudem für eine kleine Progressionsschleife, die zum erneuten Spielen einlädt.
Wie lautet das endgültige Urteil von IGN France?
5/10. Final Stand unterhält einige Stunden, vor allem im Koop, rechtfertigt aber keinesfalls sein Preisschild. Das DLC hätte und sollte ein kostenloses Update sein.

Das Wichtigste

  • Das Tower-Defense-/Rogue-lite-Konzept funktioniert und erzwingt ständige taktische Entscheidungen zwischen Mobilität und Verteidigung.
  • Der Koop-Modus verleiht dem Modus eine neue Dimension und macht die Runs deutlich mitreißender als im Solo-Spiel.
  • 30€ für nur einen Modus und fünf Maps sind übertrieben für ein DLC, das ohne Weiteres ein kostenloses Update hätte sein können.
  • Relic wiederholt das umstrittene Schema der überteuerten Offiziere: schlanker Inhalt, teuer verkauft an ein gefangenes Publikum.
  • Zum vollen Preis lohnt sich Final Stand wirklich nur, wenn man ein Hardcore-Fan ist, der nach CoH3-Inhalten hungert.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste, der reagiert!

Einen Kommentar hinterlassen

Neueste Artikel