Metro 2039 behält sein Karma, verlässt aber die Grauzone
Credit: 4A Games

Metro 2039 behält sein Karma, verlässt aber die Grauzone

Fabian Fabian Lainé
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Kurz gefasst

Das Karma-System kehrt in Metro 2039 groß zurück, doch 4A Games verabschiedet sich von der moralischen Grauzone, die die Vorgänger prägte. Jon Bloch, ausführender Produzent, erklärt, dass die Moral angesichts einer hoffnungslosen Welt nach dem Krieg nun klar und unmissverständlich sein muss.

Das Karma-System kehrt in Metro 2039 zurück. Jon Bloch, Executive Producer bei 4A Games, hat dies gegenüber GamesRadar+ bestätigt – warnte aber zugleich, dass die Moral des Spiels nicht wie zuvor funktionieren werde.

Was gesagt wurde

„Wo es in unseren früheren Spielen eine Art moralische Grauzone gab, wollten wir sicherstellen, dass die Moral in Metro 2039 klar ist“, erklärt Bloch. Der Grund ist erzählerisch: Die Reihe handelte bisher davon, den Krieg zu verhindern, diese neue Episode erzählt, was danach kommt, wenn er bereits stattgefunden hat. „Es gibt keine Hoffnung, keine Zukunft – außer der, die der Führer zu bringen verspricht.“

Das Grundprinzip bleibt unverändert: Die Handlungen des Spielers haben Konsequenzen und bestimmen, welches Ende erreicht wird. Bloch weigert sich jedoch zu verraten, welche Gesten die Waage zum Kippen bringen, oder wie das Spiel sie verrechnet. Eine Konstante der Reihe, deren Karma nie auf dem Bildschirm angezeigt wurde.

Warum das wichtig ist

Das ist eine echte Kehrtwende. Die Ambiguität des Karmas gehörte zur Identität der Metro-Spiele: einen Feind verschonen, ein Gespräch belauschen, einen Zivilisten nicht bestehlen – unauffällige Gesten, die über das Ende entschieden, ohne es je zu verraten. Eine „klare“ Moral für eine Erzählung anzukündigen, die die düsterste der Saga sein soll, ist eine gegenteilige Wette.

Metro 2039 wird für Februar 2027 auf PC, PS5 und Xbox Series erwartet.

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Ist eine explizitere Moral im Dienst einer totalitären Welt die richtige Wahl für Metro 2039?

Häufige Fragen

Wie funktioniert das Karma in Metro 2039?
Eure Handlungen haben Auswirkungen auf das erreichte Ende, aber das System wird nie auf dem Bildschirm angezeigt. 4A Games weigert sich, genau zu erläutern, welche Handlungen tatsächlich in die Waagschale fallen — eine Tradition der Serie.
Warum eine klarere Moral als in den vorherigen Spielen?
Metro 2039 spielt nach einem Krieg, der bereits stattgefunden hat, in einem hoffnungslosen Universum, das von einem totalitären Regime kontrolliert wird. Diese Atmosphäre verlangt eine weniger mehrdeutige Moral als die früheren Teile, die versuchten, den Konflikt zu verhindern.
Wann erscheint Metro 2039?
Das Spiel wird für Februar 2027 auf PC, PS5 und Xbox Series erwartet.
Zählen kleine Gesten weiterhin wie zuvor?
Wahrscheinlich ja — einen Feind zu verschonen, ein Gespräch zu belauschen, Zivilisten zu respektieren, wird weiterhin das Schicksal beeinflussen. Das Fehlen einer Grauzone bedeutet aber, dass das Spiel die moralischen Konsequenzen dieser Entscheidungen deutlicher aufzeigen wird.

Das Wichtigste

  • Das Karma kehrt zurück, verliert aber seine gewohnte moralische Unschärfe zugunsten klarerer ethischer Entscheidungen
  • Die Handlungen des Spielers bestimmen weiterhin das Ende, ohne dass das System jemals auf dem Bildschirm angezeigt wird
  • Der narrative Kontext ändert sich: Statt den Krieg zu verhindern, erkundet Metro 2039, was danach kommt, in einem totalitären und verzweifelten Umfeld
  • 4A Games weigert sich zu verraten, welche Handlungen das Karma beeinflussen oder wie sie verrechnet werden

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